Stolz auf den Standort sein

Posted in: f-media- Jul 04, 2001 No Comments

Warnow-Kurier 04.07.2001

Harald Lochotzke hat am Vögenteich Großes vor / Der Kurier sprach mit dem Investor über Pläne und Visionen

Klotzen statt kleckern will die Harald Lochotzke Projektentwicklung GmbH am Rostocker Vögenteich. Rund 80.000 Quadratmeter Bürofläche sollen hier auf drei bislang brach liegenden Bauflächen in den Himmel wachsen. Unter dem Motto „Rostock – das ist es” sollen hier hochqualitative, international vergleichbare Flächen entstehen.
Ein wichtiges Ziel des Projektes ist es, westdeutsche Investoren für Rostock zu begeistern, die sich bislang nicht oder kaum für den größten Wirtschaftsstandort Mecklenburg-Vorpommerns interessieren. Gedacht ist dabei unter anderem an Call-Center, Werbeagenturen sowie Dienstleister aus dem EDV-Bereich. Außerdem sollen am Vögenteich Zentren für Medizin und Ausbildung entstehen.
Rostock braucht sich vor seinen Konkurrenten nicht zu verstecken, dessen ist Lochotzke sich sicher. Durch die Anbindung an die Autobahnen 19 und 20 liege die Stadt verkehrsgünstig auf dem Weg von und nach Osteuropa. „Gute Infrastruktur findet sich hier zu deutlich niedrigeren Preisen als in anderen deutschen Städten”, erklärt Lochotzke im Gespräch mit dem Kurier. „In Hamburgs City kostet ein Quadratmeter Gewerbefläche rund 65 Mark, in Berlin zahlen Mieter Preise bis zu 90 Mark”, weiß der Unternehmer und fügt lachend hinzu: „Zudem sind wir einer der wenigen Standorte mit zwei Flughäfen: Rostock-Fuhlsbüttel und Rostock-Tegel”. Die Distanz zu diesen bei Hamburg und Berlin liegenden Verkehrsknotenpunkten ist nach Lochotzkes Einschätzung zu gering, um als Investitionshemmnis zu wirken.
In der letzten Woche hatte Lochotzke sein ehrgeiziges Projekt der Öffentlichkeit auf einer Sitzung der beiden Ortsbeiräte Kröpeliner-Tor-Vorstadt und Stadtmitte und des Sanierungsbeirates vorgestellt. Kritik, die dabei von Rostocker Bürgern an der Dimension des Vorhabens laut wurde, hält der Unternehmer angesichts des ungewöhnlichen Projektes für verständlich: „Mir geht es darum, bei den Einwohnern und Gewerbetreibenden Selbstbewusstsein zu wecken. Die Rostocker sollen stolz auf ihren Standort sein. Im Gegensatz zu den kritischen Stimmen bekommen wir seit der letzten Woche viel positives Feedback per E-Mail, die Zahl der Zugriffe auf unsere Homepage ist auf 30.000 pro Woche gestiegen”.
Für zwei Baufelder will Lochotzke in den nächsten Wochen Bauanträge stellen, für das dritte liegt der Stadt ein Kaufantrag vor. Im nächsten Jahr soll es mit der Verwirklichung des 250 Millionen schweren Projekts losgehen. FO

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