Focus Media: Eine neue Dimension für Rostock

Posted in: f-media- Jun 29, 2001 No Comments

NNN 29.06.2001

Harald Lochotzkes Riesenprojekt/Firmenansiedlung und Arbeitsplätze

Die Öffentlichkeit ist nicht die Sache von Harald Lochotzke. Diesmal, das weiß er wohl, muss er sich der Diskussion stellen. Sein Projekt “Focus Media” rund um den Vögenteich sprengt bisherige Dimensionen, verändert Rostocks Bild. Stararchitekt Helmut Jahn (Sony-Center Berlin) hat drei futuristisch anmutende Gebäude entworfen. Mit Materialien, “die deutlich anders” sind als die bisher in Rostock üblichen, sagt Harald Lochotzke.
Am Mittwoch stellte er seine Ideen in einer Ortsbeiratssitzung vor. Er möchte, dass sein Angebot als Chance für Rostock gesehen wird, “als Standort für wirtschaftliche Entwicklung”. “Gigantismus”, “Rostock ist nicht New York”, “zu steril” – an Kritik und Skepsis gegenüber einem wirklich gigantischen Projekt in der Innenstadt mangelte es nicht. Architektur muss diskutiert, über Design und Details geredet werden, so Lochotzke. Er stellt die “wirtschaftliche Tragweite” ins Zentrum. Schließlich gehe es um tausende Arbeitsplätze, um Firmen, denen er Rostock als attraktiven Standort anbieten möchte.
Klangvolle Namen: “Focus Media”, “Deutsche Med”, “Rostock Akademie” und ein Bürokomplex, der sich vom Schröderplatz bis zur August-Bebel-Straße erstreckt. Für dieses Baufeld läuft die Ausschreibung, das Vorgestellte ist noch Idee. Ab Höhe des Hauses mit der Digitaluhr soll sich nach Lochotzkes Vorstellungen ein langgestreckter Bau bis an die neue Kreuzung Am Vögenteich erstrecken: Ein großer architektonischer Schwung voller Glas und Beton. “Focus Media”, das Gewerbe- und Büroflächen im großen Stil bietet, soll vielerlei Firmen anlocken. Zwei Baufelder befinden sich bereits im Besitz des Investors. Es soll eine “komplexe Konstruktion” werden, die sich “ins gewachsene Stadtbild integriert”.
Vis-a-vis soll die “Deutsche Med”, Baubeginn Anfang 2002, auf 12 000 Quadratmeter als Modellversuch entstehen (NNN berichteten), womit der Investor bei Erfolg auch in anderen Städten Fuß fassen will. In puncto Büroräume betont er, dass es “keinen Umzugstourismus in der Stadt geben soll”, sondern dass man Firmen von außerhalb für Rostock gewinnen will.
Noch ist zwar kein Bauantrag gestellt, wie Christoph Weinhold, Leiter des Amtes für Stadtplanung sagte, doch rechnet der Investor schon 2004 mit Fertigstellung beiderseits der Straße Am Vögenteich. Büroflächen von 2000 bis 3000 Quadratmetern auf einer Ebene stünden hoch im Kurs. Weinhold ergänzte, dass “die drei Gebäude nach Rostock passen”. Etwas “Prägendes” wünschen sich die Planer an diesem Standort ohnehin seit langem. wg/tn

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