Alles unter einem großen Dach

Posted in: DEUTSCHE MED- Mai 12, 2004 No Comments

NNN 12.05.2004

NNN-Report: Die DEUTSCHE MED

Nach dem Prinzip einer Poliklinik auf hohem Niveau soll die Deutsche Med das Gesundheitszentrum der Zukunft Am Vögenteich werden. NNN verabredeten sich mit Bauherr Harald Lochotzke.
„Ich bin doch nur der Hausmeister”, scherzt er ein wenig beim Rundgang von der zweigeschossigen Tiefgarage.bis in die Kongressebene in 21 Metern Höhe. Ausblicke von unten und oben auf ein Projekt, das im Mittelpunkt öffentlichen Interesses steht: NNN sind unterwegs in der Deutschen Med mit Projektentwickler Dr. Lochotzke. Das Tiefstapeln entpuppt sich als Ente, ist dies doch das Meisterstück des Rostocker Investors, der neue Wege sucht und geht, und doch steckt in dem „nur Hausmeister” zu sein ein Quentchen Wahrheit: Teamgeist und Teamwork sind nötig, soll das Werk gelingen.Mit einem der rasanten und stoßfreien Fahrstühle sausen wir von Ebene zu Ebene, tauchen ein in Vorstellungen, die Lochotzke mit Experten unterschiedlicher Profession entfaltet hat. Stellen Sie sich vor, versucht er Phantasie auf nacktem Beton in der Raumweite zu kitzeln: hier findet man den Bereich Ernährung, Sport, Fitness. Dort steigt jedermann aufs Rad zum Kardiotest, kann seinen Rücken gesund machen.
Zu Fuß oder von der Tiefgarage mit 170 Stellplätzen gelangt der Besucher in den Gesundheitstempel Am Vögenteich: Paarweise gläserne Aufzüge an den trapezförmigen Zwillingen des einen Ganzen für die Ganzheitlichkeit, gleiten im Lichthof empor. „Was ist anders?”, stellte Harald Lochotzke eine rhetorische Frage. „Es ist die Hülle, die von den Leuten gefüllt wird.” Hier laufe niemand mit einem Röntgenbild durch die Gegend, digitale Bildübertragung ist Standard. „Einzelpraxen sind Auslaufmodelle”, ist er überzeugt. Diagnostik, Therapie, ambulante Reha – die Deutsche Med. wird ein universales, offenes Haus, das den Medizinstandort Rostock stärkt.Lochotzke, ansteckend begeistert von der Idee, die ein großer Wurf werden kann, berichtet, dass das Interesse am Rostocker Vorstoß enorm sei. „Das Haus ist voll klimatisiert”, schwärmt der Mann der technischen Details, per Luftaustausch ströme konstant gesunde Frische in die sechs Geschosse – und: Die Deutsche Med. wird das erste komplette Nichtraucherhaus. Wer, wenn nicht Ärzte und Therapeuten, sollten Vorbilder sein… Überhaupt Hightech: Er teilt sein Staunen über das IT-System gern mit, eine ausgeklügelte Bündelung aller Versorgungsstränge und Medien; jeder kann alles nutzen und zahlt exakt nur den realen Verbrauch. Die zuständige Telesystem Rostock zieht mit ins Haus, Servicepartner am Ort.Hoch oben wird Projektentwickler Lochotzke selbst neuen Firmensitz nehmen, auch ein Beleg für die Ernsthaftigkeit seiner Vision von jener Poliklinik auf höchstem Niveau, von einem Haus für Gesundheit und Medizin, in dem sich als weitere Dienstleistungen Apotheke, Friseur, Gaststätten, Kosmetik, Reform- und Sanitätshaus sowie Schwimmbecken vereinen.
Beide Baukörper überspannt ein Kunststoffdach, es wirkt leicht und licht, zwei Brücken verbinden Ebenen, und die 30 Tonnen schwere Screenwand steht – unglaublich – in statischer Raffinesse auf einer Mini-Kugel. Auf Sand gebaut ist nichts.
Wolfgang Grahl

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