Brückenschlag zwischen Arzt und Patient

Posted in: DEUTSCHE MED- Jun 03, 2003 No Comments

NNN 03.06.2003

DEUTSCHE MED feiert Richtfest

Mit einem Brückenschlag zwischen den beiden Gebäudeteilen feierte Projektentwickler Harald Lochotzke gestern das Richtfest der Deutschen Med. Im Juni 2004 soll das Gesundheitszentrum der Zukunft fertig sein.
Nein, Übliches muss niemand erwarten, wenn er von Harald Lochotzke zu einer derartigen Veranstaltung eingeladen wird. So durften die Gäste erst einmal einen Außenlift besteigen, um den Festort in der siebenten Etage überhaupt erreichen zu können. Richtfest hieß dann, dass eine 30 Meter lange und 15 Tonnen schwere Stahlbrücke in luftiger Höhe montiert wurde, die dann auch gleich von allen zu überschreiten war. Die Deutsche Med sei wegen der Verbindung von Architektur und Funktionalität sowie der Bedeutung für die Stadt Rostock einmalig, sagt Star-Architekt Helmut Jahn (Sony-Center/Berlin, Flughafen München). Für das Projekt entschied er sich, weil sich ihm mit den gegenüberliegenden Baufeldern am Vögenteich eine städtebaulich reizvolle Aufgabe bot. Das Gesundheitszentrum mit einer Investitionssumme von 30 Millionen Euro nur ein Teil des „f-media”- Komplexes, für den insgesamt 150 Millionen Euro vorgesehen sind. Die Deutsche Med steht für innovative Bauweise, aber auch für Innovation im Gesundheitswesen, betont Bauherr Harald Lochotzke. Deshalb bezeichnet er den gestrigen Brückenschlag zugleich als einen symbolischen. Zwischen Arzt, Patient und Kassen. Das Konzept der integrierten medizinischen Versorgung unter einem Dach, nennt der Projektentwickler zukunftsweisend. Es ermöglicht eine Fachrichtungen übergreifende Versorgung des Patienten. So lassen sich in Zeiten knapper Kassen auch Einsparpotenziale erzielen. Weil beispielsweise durch die Nutzung zentraler Einrichtungen wie Operationssäle Ressourcen besser genutzt werden. Weil Hand in Hand arbeitende Ärzte teure Doppel- Diagnostik vermeiden können. Genau deshalb entschied sich Dr. Thomas Merten – seit sechs Jahren in Rostock niedergelassener Neurochirurg – als einer der Ersten, sich in der Deutschen Med einzumieten. Dort verschwinden Barrieren und Kosten, die viele Ärzte als Einzelkämpfer in den Praxen tagtäglich erleben, beschreibt Dr. Thomas Merten seine Motivation. Als das für ihn entscheidende Argument nennt er die Möglichkeiten, die ihm die Operationssäle bieten. „Der Zeit voraus”, charakterisiert Prof. Lutz Harms von der Berliner Charite das Konzept. Zukünftig werde die Bedeutung von stationärer Behandlung abnehmen, die ambulante Betreuung dagegen immer wichtiger werden. Hier liege auch die Chance für die Deutsche Med. Harald Lochotzke ist jedenfalls überzeugt von der Idee. „Wir werden beweisen, dass das funktioniert.” Thomas Niebuhr 30 Millionen Euro, finanziert von der Vereins- und Westbank, investiert Projektentwickler Harald Lochotzke in das Gesundheitszentrum neuer Prägung, das im Juni 2004 fertiggestellt sein soll. Dort bieten 14 000 Quadratmeter Platz für 20 Arztpraxen unterschiedlicher Fachrichtungen. Der Vorteil ist die gemeinsame Nutzung zentraler Einrichtungen wie Operationssäle, Bettenstation und moderne Diagnostikabteilung. Neben den Arztpraxen soll die Deutsche Med auch Physiotherapie, Chiropraxen, Restaurant Sanitätshaus, Apotheke, Beauty-Farm, Friseur, Fußpflege, einen Wellness- und Fitnessbereich sowie eine Akademie für traditionelle asiatische Medizin unter einem Dach verbinden.

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